Migration

Migration ist ein altes Phänomen und in unserer mobilen Welt global und unvermeidbar. Migration ist eine Tatsache.

Oft fällt es Nationalstaaten schwer, diese Tatsache anzuerkennen. Mit der Anerkennung von Migrantinnen und Migranten nicht nur als Arbeitskräfte sondern als Citoyens kann Mechanismen des Ausschlusses entgegengewirkt werden. Um offene und versteckte Formen von Rassismus und Diskriminierung zu verhindern, benötigen wir einen pragmatischen und lösungsorientierten Umgang mit allen Begleitphänomenen von Migration.

Mir liegt daran, Migration als Chance zu begreifen.

Denn mit der konkreten Migrationserfahrung, mit der Verankerung in mindestens zwei unterschiedlichen Kulturen, bringen Migrantinnen und Migranten auch ein grosses Potential an kultureller Pluralität mit ins Einwanderungsland.

Ob dieses Potential für beide Seiten auch genutzt werden kann, hängt nicht nur von der konkreten Ausländergesetzgebung ab, von der jeweiligen Einbürgerungspraxis – von der so genannten Migrationspolitik, sondern ebenso sehr von der gesellschaftlichen Haltung gegenüber Minderheiten. Diese beginnt mit der Gewährung eines Aufenthaltsrechts für Sanspapiers, setzt sich fort im respektvollen Umgang mit Zugewanderten und in der aktiven Förderung von Secondas und Secondos, und sollte in eine Kultur des Respekts und der gegenseitigen Anerkennung münden.

Hier setze ich an.