Gender

Mädchen und Jungen, Männer und Frauen sind anders und sind es doch nicht.

Geschlechterrollen sind das Ergebnis vielfältiger historischer und gesellschaftlicher Prozesse – sie, und nicht der kleine biologische Unterschied, prägen unser Verständnis von Männlichkeit und Weiblichkeit. Es ist das Verdienst der Frauenbewegung, die Geschlechterverhältnisse in ihrer ganzen Komplexität offengelegt und den Raum für eine andere Wahrnehmung von Geschlecht eröffnet zu haben. Heute stellt sich heraus, dass Emanzipation nicht nur ein Thema für Frauen ist, sondern ebenso eines für Männer.

Geschlecht wird gemacht, Geschlecht ist das Produkt von Macht.

Nach wie vor geht es beim Kampf um die Gleichstellung darum, den Sexismus in allen seinen Ausprägungen zu verhindern, es geht um Lohngleichheit und um den gleichberechtigten Zugang zu allen gesellschaftlichen Ressourcen für beide Geschlechter. Dafür braucht es politische Rahmenbedingungen, mit denen die bestehenden Ungleichheiten bei der Berufswahl, bei der Entlöhnung, bei der Familienarbeit angegangen werden können.

Und es braucht in allem, was wir tun, den Fokus auf die Geschlechterfrage. Denn Entscheidungen und Massnahmen haben immer unterschiedliche Auswirkungen auf die Geschlechter, ob sie nun staatliche Budgetverfügungen, firmeninterne Richtlinien oder Erziehungsfragen betreffen. Dies im Auge zu behalten, heisst den Wandel der Geschlechterverhältnisse in Richtung Gleichstellung bewusst mitzugestalten.

Daran wirke ich mit.