Gender Budgeting

Finanzindikatoren im Bildungsbereich

Die Verteilung von öffentlichen Geldern hat unterschiedlichen Einfluss auf die Lebensrealität von Frauen und Männern. Mit Gender Budgeting sind neuartige Instrumente erarbeitet worden, um die geschlechtsspezifische Wirkung von Finanzströmen zu messen und darzustellen.

Im 2005 erteilte der Regierungsrat dem Gleichstellungsbüro Basel-Stadt den Auftrag im Bereich Bildung beispielhaft ein Instrument erarbeiten zu lassen zur Analyse der Wirkung und Steuerung von Gleichstellungszielen mittels Finanzkennzahlen und Indikatoren. Mit der inhaltlichen Umsetzung des Berichtes beauftragt waren Transform Conseil (Genf) und das Statistische Amt Basel-Stadt. Das interdepartementale Projekt (Finanzdepartement, Erziehungsdepartement, Justizdepartement) startete im Mai 2006, begleitet von einer Gruppe von Fachleuten aus dem Bildungs- und Gleichstellungsbereich.

Der Bildungsstand gilt als verlässlicher Indikator für soziale Integration und Chancengleichheit. Deshalb eignet sich das Bildungswesen auch besonders gut, um die Entwicklung der Gleichstellung von Frauen und Männern statistisch zu erheben. Mittels Kennzahlen wurde erhoben, wie die Gelder im Basler Bildungswesen fliessen. Im 2009 wurden die kommentierten Gleichstellungs- und Finanzindikatoren aus dem Bildungsbereich im Internet aufgeschaltet. Die Erreichung der drei Ziele «Chancengleichheit in der Ausbildung», «Vereinbarkeit von Beruf und Familie» sowie «Gleichstellung im Beruf» können nun regelmässig überprüft werden.

Das Messen von qualitativen Effekten und insbesondere das Entwickeln von Finanzinstrumenten und Indikatoren zur Lenkung von Gleichstellungsprozessen erweisen sich als höchst anspruchsvolle Aufgaben. Die in Basel erarbeiteten Gleichstellungs- und Finanzkennzahlen gelten auch im internationalen Vergleich als beispielhaft und innovativ.

Gleichstellungs- und Finanzindikatoren in der Bildung – Projektleitung Inés Mateos für die Abteilung Gleichstellung Basel-Stadt.